Donnerstag, 19. Januar 2017

Minigarderobe 2017 / Rock

Das erste Teil meiner Minigarderobe  ist fertig. Der Rock Charlie aus der LaMaisonVictor 3/2016.



Der Stoff, welcher eine Baumwoll Leinenmischung ist, lies sich super verarbeiten, auch bei den Paspeltaschen. Hier habe ich Miriams Tipp befolgt und habe ordentlich verstärkt.
Bei der Tasche gab es trotzdem Chaos. Irgendwie wollten die beiden Taschenteile nach dem annähen der Paspel nicht aufeinander passen. Offensichtlich ist im Schnittmuster eine Markierung am Taschenfutter falsch und es hat lange gedauert bis ich verstanden habe, das hier der Fehler liegt und nicht bei mir. Ich musste daher die eine Paspel wieder auftrennen und als ich den Schnitt im Stoff sah, dachte ich schon das ich den Rock nun streichen kann. 
Ging aber doch noch gut aus, allerdings mit sehr viel Selbstbeherrschung und Geduld, denn eigentlich hätte ich in dem Moment den Rock lieber an die Wand geklatscht. ;-)




Auf den Bildern nicht sichtbar (zum Glück) ist das Futter, das ich zugefügt habe. Da ich den Rock für Herbst, Winter genäht habe finde ich ein Futter unerlässlich. Ich hasse es nämlich wenn ein Rock an Strumpfhosen kleben bleibt. 
Am Bund innen ist einen Beleg, für das Futter habe ich diese Höhe vom Schnittmuster oben abgeschnitten, außerdem die Faltenbreite an der vorderen Mitte eingeknickt. Das Futter habe ich dann einfach am Beleg festgesteppt. 

Gesäumt wurde mit Blindstich. Wohl habe ich einen Blindstichfuß, aber ich kam damit nicht klar und so habe ich von Hand gearbeitet.


Ursprünglich wird ein nahtverdeckter Reißverschluss eingenäht, doch ich habe es einfach nicht sauber genug geschafft. Ich besitze keinen speziellen Nähfuß und schlussendlich habe ich einen ganz normalen Zipper eingenäht. Besser gut sichtbar, als schlecht unsichtbar eingenäht, oder?

Als nächstes werde ich einen Jacke nähen, genau genommen einen Strickmantel zum Überwerfen. Ursprünglich wollte ich diesen verwenden. Letzte Woche flatterte die neue LaMaisonVictor ins Haus und darin ein Strickmantelschnitt der mir sofort zusagte. Daher hier eine Änderung des Schnittes.


Der Blockstreifenstrick ist in genügender Menge vorhanden, das ist bei meiner Größe gar nicht so einfach. Außerdem bestelle oder kaufe ich hin und wieder ohne konkreten Plan was daraus werden soll und dann ärgere ich mich wenns nicht reicht. 
Wie ich die Streifen schön aufeinanderbekomme wird wohl dieses Mal die größte Herausforderung sein. Da finde ich Blockstreifen ja "problematischer" als feine Streifen. 

Liebe Grüße
Maria

Schnitt
Rock Charlie LaMaisonVictor 3/2016

Stoff:
Leinen-Baumwolle vom Stoffbüro

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Dienstag, 17. Januar 2017

Winterstrick

Bereits in der Woche vor den Weihnachtsferien überollte uns eine Krankheitswelle. Leider war es nach dieser Woche nicht vorbei, nein, auch in den kompletten Ferien waren wir krank. Alle Kinder hatten mindestens einmal Fieber, ausgelöst durch Bronchitis, Mittelohrentzündung und Magen-Darm.
Das einzig gute an dieser wirklich anstrengenden Zeit war, das ich ausgiebig stricken konnte.

Bereits bei dem Strickjäckchen für unsere kleine, habe ich mich am farbigen Muster stricken versucht. 
Für unsere Herzmaus wollte ich einen typischen Norwegerpullover stricken, mit Rundpasse und ganz warmer Wolle. Seit letzter Woche ist sie nun Kindergartenkind und schön warm sollte sie es haben, wenn sie mit den anderen Kindern die Entdeckertage in der Natur erlebt. Aufgrund ihrer Herzerkrankung ist unsere Tochter im Laufen und Bewegen nicht so belastbar wie altersgleiche Kinder und daher bei den aktuellen Temperaturen ganz schnell ausgekühlt.
Es war mir also eine wirkliche Herzenssache ihr etwas ganz warmes zu stricken.
 

Zuerst hatte ich eine Maschenprobe gemacht um mich mit der Wolle und dem Muster besser vertraut zu machen in Runden. Das ist eigentlich nicht sehr schwer, hier findet man eine gute Anleitung dazu.



Die Farben habe ich nochmal verändert, das gelb habe ich weggelassen, außerdem habe ich den Pullover mittelblau gestrickt, anstatt wie geplant dunkelblau. Ich denke das war die richtige Entscheidung.



Nur das grün kommt so gar nicht raus, da hätte ich einen kräftigeren Ton nehmen sollen. Beim nächsten mal dann ;-)



 Der kleine Stehkragen wird am Rücken mit verkürzten Reihen gestrickt, das geht viel einfacher als erwartet, nur den Faden beim drehen muss man wirklich gut stramm ziehen.


Vor den Ferien wurden noch zwei weitere Strickstücke fertig. Der Raglan- Streifen- Pullover für meinen Sohn ist leider noch etwas groß. Aber, laut seiner Aussage, ganz kuschelig weich und er freut sich schon wenn er nächstes Jahr dann richtig passt.



Unser kleinstes Mädchen bekam nochmal einen Milo, diesmal mit Herzen. Den anderen Zopf fand ich um Welten schöner, ich finde die Herzchen kommen nicht so gut herüber. Vielleicht liegt es aber auch an der Wolle ?!?



Einen letzten Winterpullover habe ich noch auf den Nadeln, dann starte ich mit der Frühjahrsjäckchenproduktion. Zumindest eine wird es geben, den diese und auch  meine Lieblingsjacke passen den Kindern noch (und auch noch länger;.)) Wirklich wichtigen Bedarf haben die Kinder daher nicht, aber das Stricken sein lassen will ich auch nicht.


Ich wünsche euch noch einen schönen Dienstag
Maria
Strickanleitungen:

Norwegerpullover Prairie fairy Jumper Drops
Pullunder Milo über Ravelry 
Streifenpullover aus dem Buch Stricken für Jungs und Mädels, gekauft im örtlichen Buchgeschäft

Wolle:

Allesamt über Lanade und alle von Drops

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Mittwoch, 4. Januar 2017

Ich näh mir meine Mini - Garderobe 2017

Das ich dieses Jahr mehr für mich nähen möchte, habe ich bereits erwähnt. Wie passend also das Miriam mich auf das Projekt "Ich nähe mir eine Mini-Garderobe 2017" aufmerksam gemacht hat und für alle, die wie ich des französisch nicht mächtig sind, ins Deutsche übersetzt hat. Vielen Dank Miriam für deine Mühe!

Besonders gefällt mir das ich nicht in einem bestimmten Monat ein bestimmtes Kleidungsstück nähen soll. Was man wann näht, ist jeden selbst überlassen. Allerdings sollte man sich schon vorher Gedanken machen und sich festlegen. Miriam hat in diesem Beitrag alles genau erklärt und die einzelnen Kleidungskategorien vorgestellt.

In den letzten Tagen habe ich mir genau überlegt was für mich und meine familiäre Situation realisierbar ist. 12 Kleidungsstücke sind für mich zeitlich nicht machbar, zudem sind vier Kategorien im Vorraus ausgeschieden, daher habe ich mich auf 7 festgelegt. (evtl. auch ein achtes wenn es gut läuft, aber das werde ich spontan entscheiden.)

- Oberteil (Webware sprich unelastisch)
Seit sehr langem schon möchte ich gerne die Tunika MAmina von  ki-ba-doo nähen. Ein passender Stoff wartet auch schon im Schrank. 

- Oberteil (Jersey sprich elastisch) 
Auch hier habe ich mich für einen lang schlummernden Schnitt entschieden. Lady-Carolyn von Mialuna. 

- Bluse 
Ich bin absolut kein Blusenträger und finde nichts furchtbarer an mir als eine klassische Bluse, deshalb werde ich keine nähen. Auch wenn es mich nähtechnisch extrem gereizt hätte, der Kragen, die Manschetten, Knopfleiste...

- Rock 
Ich liebe Röcke! Die Entscheidung welchen Schnitt ich verwende war hier ziemlich schwer und hat lange gedauert. Nun habe ich mich für den "Rock Charlie" aus der LaMaisonVictor ( 3/2016) entschieden.

- Shorts 
Mag ich auch nicht so gerne. Im Sommer trage ich am liebsten Röcke oder lange Leinenhosen. Trotzdem ist eine echte Shorts manchmal praktischer, deshalb setze ich hier mal ein Fragezeichen ein, ob ich tatsächlich eine nähe oder nicht.

- Hose 
Und hier war mir ganz schnell klar, das es eine leichte Leinenhose wird, den für den Sommer habe ich Bedarf daran. Nur war es gar nicht einfach das Schnittmuster zu finden welches ich im Kopf hatte. Hier fand ich dann ein Beispiel was mir sehr gut gefiel. Der einzige Haken daran ist, das das Schnittmuster von Burda ist und mit diesen stehe ich irgendwie auf  Kriegsfuß. Offensichtlich passen mein Körper und diese Schnitte nicht zusammen. Ich werde das Risiko hier trotzdem eingehen, da ich bisher keine Alternative zu diesem Schnitt gefunden habe.

- Einteiler 
Werde ich mir nicht nähen, das passt nicht zu mir.

- Kleid 
Wie schon beim Rock werde ich hier aus der LaMAisonVictor nähen, nämlich das "Kleid Hanna".

- Mantel 
Miriam schreibt: Ein richtiger Mantel oder eine Jacke für den Winter. 
Lange habe ich überlegt ob ich soll oder nicht. Schlussendlich habe ich mich dafür entschieden und habe jetzt schon ordentlich, wie sagt man bei uns in Franken, Muffensaußen. ;-)
Ich habe im deutschsprachigen Schnittmusteruniversum nicht gefunden was ich gesucht habe. Aber hier! Leider gibt es die Anleitung nur auf Englisch oder Japanisch. Hab mich dann mal für Englisch entschieden. 

- Jacke
Hier darf es eine Jacke für den Übergang sein. Ein lockerer Strickmantel zum Überwerfen würde meine vorhandene Garderobe gut ergänzen.

-Lingerie & Badeanzug 
Fallen für mich ebenfalls weg.


Das waren sie also! Ich starte auch noch in diesem Monat und nähe mir einen ROCK.


Oben links im Bild seht ihr den "Rock Charlie". Er hat eine Kellerfalte und Paspeltaschen, letztere nähe ich zum ersten Mal. Als Stoff habe ich einen braunen festen Leinen / Baumwollstoff aus dem Stoffbüro noch vorrätig. Ich hoffe er ist das richtige Material dafür, so sicher bin ich mir da nicht. Zusätzlich möchte ich den Rock gerne unterfüttern auch wenn das in der Anleitung nicht vorhanden ist.

Ich handhabe es übrigens wie Miriam und stelle Stoffe und Schnitte für das Kleidungsstück das ich als nächstes nähen werde, dann vor, wenn ich das Vorgängerprojekt zeige. 

Ich finde ganz toll das das Nähen für mich selbst nicht nur geplant ist, sondern auch strukturiert, sowie schriftlich hier festgehalten. 

Was plant ihr für euch 2017? Mögt ihr auch bei einem SewAlong oder ähnlichen Projekt mitnähen? Habt ihr schon konkrete Pläne?

Liebe Grüße
Maria

verlinkt bei bruellaeffchen

Dienstag, 3. Januar 2017

Die Walkjacke

Vor einigen Wochen habe ich euch den Overall für unsere Kleine gezeigt. Im Frühjahr wird sie bereits 2 Jahre alt und es gibt in diesem Alter wohl nichts praktischeres als ein Einteiler. 
Allerdings haben wir auch wöchentliche Fixtermine bei der sich so ein Overall als nicht praktisch herausstellte. Wenn wir die große Schwester zur Ergotherapie bringen zum Beispiel. Bis sie an die Reihe kommt, müssen wir oft ein paar Minuten warten und da wird es der Kleinen ziemlich warm. Zum Abschlußgespräch muss ich sie dann nochmal ausziehen, eine viertel Stunde ist da einfach zu lang um warm eingepackt zu sein. Das An- und Ausziehen ist bei einem Overall natürlich etwas schwieriger, weil ich auch jedes Mal die Schuhe mit Aus- und Anziehen muß. Deshalb habe ich beschlossen, daß sie unbedingt noch eine warme Winterjacke braucht.



Als Grundschnitt habe ich die Jacke von Klimperklein verwendet. Lange habe ich gegrübelt welche Größe ich nehmen soll. Für das Futter hatte ich nämlich einen dicken selbstgemachten Steppstoff hergestellt. Außen sollte die Jacke aus Walk werden, also insgesamt sehr dick. Ich bin daher der Anleitung des Ebooks gefolgt und habe eine komplette Größe größer, plus eine Weite weiter gewählt. Für mein Größe 92 tragendes Mädchen habe ich also Länge 98, Breite 104 zugeschnitten.


Wie schon erwähnt habe ich das Futter selbst abgesteppt. Das hat doch einige Zeit gedauert, war aber jede Minute wert! Im Zubehör meiner Nähmaschine befindet sich ein Kantenlinieal, welches das Absteppen in exakt dem gleichen Abstand enorm erleichtert. Ich habe eine Abstandsbreite von 4cm gewählt. Als Vlieseinlage habe ich Vlieseline H640 genommen, das ist soweit ich herausfinden konnte, das dickste Bügelvlies. Und ja, es ist wirklich dick, vor allem in der Kombination mit Walk. Frieren dürfte es unsere Maus sicher nicht;-)


Die wunderschönen Cloud9 Stoffe hatte ich vor einiger Zeit in der Eulenmeisterei gekauft, allerdings nur je einen halben Meter, ich habe daher beide Stoffe kombiniert denn einer hat einfach nicht für die komplette Futterjacke ausgereicht.



Die Tascheneingriffe, die Armklappen, die Kapuze und den Saum habe ich mit Bündchenware eingefasst. Das mag ich optisch sehr gerne und gibt, wie ich finde, einen sauberen Abschluß. Am Saum habe ich mich kurzfristig für braun statt rosa entschieden aus Fleckschutz -Gründen. Der große Vorteil wenn man den Saum so arbeitet ist, man spart sich die Wendeöffnung und dessen Zunähen am Ende.



Bei den Ärmeln habe ich etwas neues ausprobiert. Ich habe versteckte Bündchen und Armklappen kombiniert. 
Leider zeichnet sich das dicke Futter am Ärmel etwas ab. Für die versteckten Bündchen würde ich den Außenärmel im unteren Bereich das nächste Mal breiter zuschneiden. 




Als die Jacke fast fertig war, ergab eine schnelle Anprobe, das die Arme um ein sehr großes Stück zu lang sind, sowie das die Jacke sehr wahrscheinlich zu eng ist. Da war ich schon etwas frustriert. Ich habe den kompletten Ärmel wieder aufgetrennt und gekürzt. Ich wollte die Jacke auf alle Fälle fertig nähen, egal ob sie nun unserem Mädchen passen würde oder nicht.

Am nächsten Morgen zog ich die Jacke der Kleinen nochmals richtig an, und -tata- sie passte. Gerade so im Brustbereich, während an allen anderen Körperstellen noch gut Platz ist und der Ärmel auch nochmals 2 cm kürzer sein könnte.




Auch wenn von der Passform nicht perfekt, finde ich die Jacke einfach wunderschön. Ich mag die Stoffe und die rosa/braun Kombination total gerne. 


 Und ich bin nun absolut auf den Geschmack von Steppstoff gekommen. Für meinen Sohn habe ich gerade auch einen gemacht, daraus wird eine Weste für das Frühjahr. 

Liebe Grüße
Maria

Schnitt:
 Jacke von Klimperklein

Stoffe:
brauner Walk, Quelle weiß ich nicht mehr
Cloud9 Stoffe aus der Eulenmeisterei

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