Dienstag, 29. Dezember 2015

Winterwald

Wir sind zu Hause! Wir sind zu Hause! Es ist so schön!

Am Wochenende ist die Herzmaus entlassen worden. Ihr hättet sehen müssen, wie sie sich gefreut hat, als der Arzt sagte, daß sie nach Hause darf. Die Tränen sind ihr gekullert vor lauter Freude. (Und mir auch.) 
Mit solcher Angst sind wir Ende November losgefahren, so tapfer mußte die Herzmaus sein, mehr Schmerzen ertragen als ich sie jemals habe aushalten müssen, aber es ist geschafft!

Nun heißt es sich wieder zusammenfinden, verarbeiten und neue Kraft schöpfen. Wie gut das noch Ferien sind! So haben auch die Geschwister Zeit zum erholen...

Und ich habe am Wochenende genäht. Das tat so gut! Ich war so konzentriert darauf, daß ich alles andere für diese Zeit ausblenden konnte. Das nennt man wohl Entspannung!

Der Stoff hat es mir auch sehr leicht gemacht, er ist so traumhaft!
 

Die Zeichnungen von susalabim sind so wunderschön und detailreich gemalt, es war (Stoff)-Liebe auf den ersten Blick. Ich habe mich in den letzten Wochen so darauf gefreut ihn zu vernähen.



Und es sollte auf jeden Fall etwas für die Herzmaus werden - das war klar. Fündig wurde ich dann in einer Ottobre-Ausgabe des letzten Jahres. 



Die Fotos habe ich beim Mittagessen kochen gemacht, man erkennt die Details sehr schlecht, deshalb nochmal von näheren.

Die Tunika, die aber recht groß ausfällt und deshalb noch als Kleidchen getragen werden kann, habe ich ganz schlicht aus diesem einen Stoff genäht. 


Natürlich darf bei einem Ottobre-Schnitt das Framilon-Band nicht fehlen. Der Saum wird damit gerafft, ehe er eingefasst wird.




Auch die Tascheneingriffe sind eingefasst, das nächste Mal werde ich das Bündchen einfach annähen und absteppen. Würde neben den uneingefassten Halsausschnitt und Armsäumen harmonischer wirken. Oder ich fasse alles ein, mal schauen für was ich mich entscheide...


Die Falten machen die Tunika superbequem und das Rockteil schön bauschig - bei kleinen Kindern wirkt das sehr niedlich, bei mir leider nicht ;-) Der (Nudel - genascht - obwohl - noch - nicht - gekocht Bauch) hat also genug Platz...




Ich mag das Kleid so sehr, bin vom Schnitt und Stoff gleichermaßen begeistert. Aus Jersey würde ich allerdings eine Nummer enger zuschneiden.



Ich freue mich nachher bei euch stöbern zu gehen und zu schauen was ihr alles im Dezember genäht und gebloggt habt. 

Liebe Grüße
Maria

Schnitt: "china-Girl" Ottobre 4/2014
Stoff: Winterwald von lillestoff

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Sonntag, 13. Dezember 2015

Von unserer Herzmaus...

Ihr lieben!

Versprochen hatte ich, bescheid zu geben, wie es unserer Herzmaus in den letzten Wochen ergangen ist. Erst jetzt komme ich dazu, der neue Alltag hat mich fest im Griff.

Das allerwichtigste: Die Operation ist gut verlaufen. 

Unsere Tochter wurde früh um 7:30 Uhr von uns zur Op-Schleuße gebracht. Das ist wirklich der schlimmste Moment sich da zu verabschieden. Wir durften noch warten bis sie schlief, haben ihr einen dicken Kuss gegeben und wussten das unsere kleine große Kämpferin ihren Weg gehen wird. 

Die nächsten Stunden vergingen extrem langsam, bis dann endlich der erlösende Anruf kam. Gegen 14 Uhr wurde sie aus den Op geschoben und auf Intensiv gebracht. Dann durften wir zu ihr. Dieses Mal war ich auf die ganzen Kabel, Schläuche und Nadeln vorbereitet, dennoch ist der Anblick fast unerträglich!

Mit rießen Schritten ging es dann aufwärts, im Eiltempo kam sie auf Normalstation, drei Tage nach der Op stand sie auf und lief ihre ersten Schritte, eine Woche später fuhr sie mit dem Laufrad den Krankenhausflur entlang.

Dennoch sind wir immer noch in der Klinik, da ihre Lungen Wasser ansammeln und wir deshalb die Lungendranaigen nicht los bekommen. Die Ärzte können selber nicht sagen, wie lange das dauert. Der Rekord liegt bei 135 Tagen. Wir brauchen also Geduld!!!

Ich wünsche euch alles, alles Gute

Maria

Dienstag, 24. November 2015

Röcke "INKA"

Es ist November. Es ist richtig kalt draußen. Am Morgen sind unsere Wiesen und Wälder mit Frost überzuckert. Die Bäume haben ihr Laub nun ganz und gar abgeworfen. Die ersten Schneeflöckchen haben uns bereits den Winter angekündigt. Und ich nähe Sommerröcke - ja, Sommerröcke im November.



Einmal weil ich dem Schnitt INKA von Fabelwald unglaublich toll finde. Wenn ich mir die Schnittteile ansehe dann sprudeln nur so die Ideen. Es fühlt sich fast an, als würde eine weiße Leinwand vor mir liegen.  
 
Der zweite Grund ist die Sehnsucht. Ich weiß das für viele jetzt die schöne, gemütliche Jahreszeit beginnt. Ich aber habe den Winter noch nie gemocht. Er war mir schon als Kind sehr unsympatisch, zumal er sich hier meist mit matschiger Schneepampe, die zwei Tage später wieder weg ist, präsentiert. Oder aber mit grau behangenen, nieselnden Wolken, welche einem direkt auf dem Kopf zu liegen scheinen - Bähhhh. Und diesen Winter kann ich gar nicht leiden, bedeutet er für unsere Herzmaus viel Schmerzen, Angst und Kampf.

Gegen den Winterblues (und meine Angst)  hilft Sommerröcke nähen ganz prima. Ich habe das jetzt mal für euch getestet, bzw. dreimal, lach.



Der Rock für unsere Große war der erste der fertig war. Der Stoff ist wie für sie gemacht, etwas romantisch mit den Blumen, aber keinesfalls zu kindlich. Also ich würde den Stoff auch als Rock tragen. 
Das helle Blau habe ich mit dunkelblauer Paspel gebrochen, sowohl an den Taschen, als auch am Bund.



Damit die Röcke nicht an den Beinen kleben bleiben, haben sie allesamt ein Futter bekommen. Dieses hier habe ich blöderweise verkehrt herum eingenäht, grummel...ärgert mich immer noch!



Den Rocksaum habe ich mit Satinschrägband eingefasst. Da ich etwas Bedenken hatte, das das Satin durch die Nadelstiche durchlöchert aussieht, habe ich das Band auf der rechten Seite im Nahtschatten festgenäht. Das Ergebnis finde ich gut. Das Satinband ist recht fest und steif, ich hoffe das es nach der nächsten Wäsche weicher wird. Vielleicht sollte ich auch das übrige mal vorwaschen in der Hoffnung das es dann nicht mehr so starr ist. 





Unser Grundschulmädchen braucht Farbe, zarte Farben oder Muster stehen ihr nicht so gut. Daher ist dieses Orange genau der richtige Ton. Die Pferde machen eine Achtjährige sowieso glücklich.




Am Schnittmuster habe ich ein paar Zentimeter unten abgeschnitten und aus einem anderen Stoff zugeschnitten. Um ein Haar hätte ich da die Nahtzugabe vergessen. Wenn ich so "Leichtsinnsfehler" mache, könnte ich mich so über mich selbst ärgern.



Bund und Taschen wurden aus dem Rautenstoff gearbeitet. Ist zwar nicht der gleiche Orangeton wie der des Rockes, aber ich mag die Kombination trotzdem gerne. An den Taschen und dem Saum konnte ich wieder nicht auf die Paspel verzichten.



Ich habe den Rockbund oben abgesteppt, damit der Gummi schön in der Mitte bleibt und nicht nach oben wandert. Zum Ausgleich habe ich unten auch noch mal abgesteppt, gefällt meinem Auge besser.


Für unsere Herzmaus (die sich zur Zeit so gerne verkleidet und mit Prinzessinenkleid, Krönchen und Klapperschuhe durch unser Schloss, äh unsere Wohnung läuft) konnte ich mir ein Tüllröckchen nicht verkneifen. Nur was ich mir bei der Stoffwahl gedacht habe, kann ich überhaupt nicht mehr nachvollziehen. Weiß ???



Der Rock kam, hauptsächlich wegen dem Tüll, sehr gut bei ihr an. Dieser Tüll hätte mich beinah um den Verstand gebracht! Die Röcke werden oben eingereiht. Drei Röcke = sechs mal kräuseln. Ich dachte mir dann kommt es auf einmal Tüll einkräuseln auch nicht mehr an. Sehr falsch gedacht! Wenn ich gewusst hätte das ich eine Stunde lang fünf Meter Tüll einreihe, um dieses flutschiges Material an noch flutschigeres Futter zu nähen, hätte ich es bleiben lassen. Aber das Ergebnis ist gar nicht mal so schlecht, dafür ungebügelt ;-)



Als ich die Rockbahnen geschnitten hatte, merkte ich das der Stoff nicht mehr für Bund und Taschen ausreichen würde - klar die Michael Miller Stoffe liegen ja auch nur auf 1,10 Meter. Ich habe mich für den Bund entschieden und die Taschen aus anderem Stoff dieser Serie. Nun schaut ein Mädchen und ein Pferd zur Tasche raus...




Mit diesen drei Röcken habe ich das erste Mal ein Geschwisteroutfit genäht. Zwar aus anderen Stoffen, aber mit dem gleichen Schnitt, eben immer etwas abgewandelt und an das jeweilige Kind angepasst.



Für unseren Sohn möchte ich auch noch etwas aus Webware für den Sommer nähen, habe aber noch keinen Schnitt gefunden der mir so richtig zusagt. Und unser Baby bekommt erst im Frühjahr etwas dazu genäht, da ich schlecht abschätzen kann wie sie so wächst.

Puh, was man nicht alles über Röcke erzählen kann, lach ;-)

Ihr lieben, mit diesem Beitrag verabschiede ich mich für dieses Jahr. Ich träume davon wie unsere Kinder an einem warmen Frühsommertag mit diesen Röcken über eine grüne, saftige Wiese rennen. Vor allem träume ich in diesen Tagen davon, das unsere Herzmaus das tun kann - ohne blaue Lippen zu bekommen, ohne nach Luft zu schnappen und ohne ihre Arme nach mir auszustrecken, weil ihr die Kraft zum Laufen fehlt. 

Euch wünsche ich einen schönen, besinnlichen Dezember, das eure Wünsche in Erfüllung gehen und wir uns 2016 wieder lesen. 

Alles Liebe
Maria

Stoffe: Futter, Tüll und blaue Baumwolle: Stoff und Stil
weißer Vogelstoff, orangene Pferde: Michael Miller aus der Serie Wee Wander von Sara Jane
woher bezogen weiß ich nicht mehr

Schnitt: Inka von Fabelwald

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P.S: Ich werde ab und an bei euch vorbeischauen wenn es geht und auch Kommentare hinterlassen. Etwas Abwechslung im tristen Krankenhausalltag tut nämlich gut.

Montag, 23. November 2015

Stillkette

Erstmal möchte ich mich für die vielen lieben Kommentare bezüglich der Herz-Op unserer Tochter bedanken. Damit habe ich nicht gerechnet! 
Bevor ich morgen meinen letzten Beitrag vor der Operation online stelle, möchte ich heute noch etwas ungenähtes zeigen.

Meine Stillkette, besser gesagt unsere Stillkette, lach. 


Die meisten Stillmütter kennen das, sobald die Babys gezielt greifen können, wird beim Stillen an Kinn, Hals oder Dekollté gespielt. Und zwar nicht immer auf die sanfteste Weise. Unsere Babymaus hat mir schon ordentliche Kratzer verpasst. Überhaupt hat es mich in den letzten Wochen sehr genervt das sie ständig an meinem Gesicht und Hals gelangt hat.

Dann stieß ich im Internet auf die Idee einer Stillkette. Erst war ich kritisch ob das was für uns beide ist. Dann aber habe ich einen so schönen Kratzer am Kinn verpasst bekommen, das ich fünf Minuten später eine bei Dawanda im Warenkorb hatte. Gekauft habe ich hier.


Ich habe mich für eine Variante mit der ich auch mal aus dem Haus gehen kann, entschieden. In Naturfarben, mit Specksteinchen.

Und was soll ich sagen, wir sind beide so glücklich über die Kette. Ich, weil unser Baby beim Stillen wirklich immer damit spielt und die Kleine, weil das die erste Kette ist an der sie rumsabbern, anziehen und spielen darf ;-) 



Auch im Tragetuch (vorausgesetzt man trägt vorne) ist die Kette sehr nützlich. Ich kann sie echt empfehlen.

Liebe Grüße
Maria



Sonntag, 22. November 2015

Liebster Award Teil 2...

... oder ich habe meine Meinung geändert.

Der Liebster Award dient dazu neue Blogs bekannter zu machen, den Followern input zu geben und sich einfach noch mehr zu vernetzen.
Ich würde daher doch gerne drei Blogs nominieren, denn eigentlich ist es ja eine tolle Sache neueren Blogs ein paar Fragen zu stellen und besser kennen lernen zu können. Der erste Kettenbrief der mir gefällt, super! 
Folgende Blogs habe ich nominiert:


Hier kommen also meine 11 Fragen:

1. Was war das erste Stück das du genäht hast? Und hast du es noch zu Hause?

2. Gibt es beim Nähen etwas was du zu vermeiden versuchst, also einen bestimmten Arbeitsschritt? Reißverschluß, Knopflöcher, Wendeöffnungen oder ähnliches?

3. Wann und wo nähst du? Klar an der Nähmaschine, aber am Eßtisch oder doch im Nähzimmer?

4. Wissen deine Familie und Freunde von deinem Blog?

5.Stoffsüchtig? Oder kaufst du diszipliniert nur Stoffe die du auch tatsächlich verarbeitest und brauchst?

6. Wie muß ein Blog gestaltet sein, das du dort gerne vorbeischaust?

7. Welche Hobbys hast du noch, bzw. wie verbringst du deine Freizeit außer beim Nähen?

8. Wenn du dich mit 5 Eigenschaften beschreiben müsstest, welche würdest du wählen?

9. Hast du irgendwelche Ticks? Willst du sie verraten?

10.Was bringt dich so richtig auf die Palme? Worüber kannst du dich aufregen?

11. Verkaufst du Genähtes und falls Nein, könntest du dir das vorstellen?

Das waren meine Fragen. Liebe Uli, liebe Doris und liebe Martina ich freue mich auf eure Antworten!

Liebe Grüße
Maria

Freitag, 20. November 2015

Liebster Award

Vor einigen Tagen wurde ich von Alexandra mit den Liebster Award nominiert. Ich bin kein Freund von Kettenbriefen, oder ähnlichem. Daher werde ich keine weiteren Blogs nominieren, aber die Fragen beantworte ich gerne.


liebster-award
Los geht´s:

1. Wie oft kommst du in der Woche zum Nähen?

Unter der Woche ist es schwierig für mich, da meine Nähecke im Schlafzimmer steht. Unser Baby schläft auch noch dort. Anfänglich hat es ihr nicht gestört wenn ich mal eine Stunde Abends genäht habe. Im Moment geht das nicht mehr, sie wacht dann auf. Deshalb ist meine Nähzeit auf das Wochenende beschränkt. Schnitte ausdrucken oder abzeichnen, sowie Stoffe zuschneiden klappt unter der Woche am Eßtisch ganz gut, so ist die Nähzeit am Wochenende auch reine Nähzeit. Und da ich am Wochenende nicht nur Nähen will sonder sehr gerne mit meiner Familie zusammen bin und die freie Zeit geniessen möchte, nähe ich Samstags oder Sonntags 2-3 Stunden.
Dazu muß ich sagen, daß mir mein Mann ab und zu extra Nähzeit ermöglicht, z.B. wenn er frei hat oder Urlaub.

2. Hast du ein eigenes Nähzimmer, eine Nähecke oder nähst du am Esstisch?

Ups, da habe ich oben bereits vorgegriffen;-)
Nähecke im Schlafzimmer!

3.  Hast du eine Overlock und wenn ja, welche?

Ja, ich habe ein Overlock. Es ist ein älteres Modell von Brother. Die Overlock gehörte meiner Schwiegermutter. Als sie immer weniger und ich immer mehr nähte, hat sie sie mir geschenkt. Darüber freue ich mich immer noch riesig!

4.  Wie bewahrst du deine Stoffsammlung auf?

DAS ist ein schwieriges Thema, lach. Denn tatsächlich habe ich eine immer größer werdernde Sammlung, aber eben kein extra Nähzimmer. Wir haben uns einen Schrank für die Stoffe ins Schlafzimmer gestellt, aber, räusper ,hust, der ist schon voll. Letzte Woche habe ich im Kleiderschrank ein Regal leergemacht und im wahrsten Sinne des Wortes vollgestopft, damit die Schätze nicht so im Schlafzimmer rumliegen. 

5. Welches ist dein Lieblingsschnittmuster?

Da kann ich nicht einfach "das eine" nenne, wenn ich aber danach gehe was ich bisher am meisten genäht habe, dann wohl das Babyshirt von Klimperklein, sowie den Regenbogenschnitt von schnabelina.
Im Moment bin ich gerade dabei den 5. Rock "Inka" von Fabelwald zu nähen. Dieser Schnitt gefällt mir richtig gut, da er eine tolle Basis für viele Ideen bietet. Aber es ging mir mit anderen Schnitten auch schon so, daß ich sie eine Zeit lang rauf und runter genäht habe ;-)

6. Nähst du etwas spezielles für Weihnachten?

Nein, prinzipell nähe ich eigentlich nur Dinge die wir brauchen und die sich im Alltag tragen lassen. Finde ich bei Kindern einfach praktischer. Natürlich nähe ich ab und an auch mal was schickes, aber das wird dann nicht nur zu dieser einen Gelegenheit getragen. Sondern so oft es möglich ist und die Kinder das wollen. Und die Kinder sollen zu besonderen Anlässen (passende) Lieblingsstücke anziehen und sich darin wohlfühlen.

7. Wie viel Zeit nimmst du dir zum Bloggen? Planst du deine Beiträge im Voraus?

Ich möchte gerne 1-2 mal die Woche bloggen. Wieviel Zeit dafür drauf geht??? Ich würde jetzt mal sagen 2-3 Stunden. ( Foto machen innbegriffen)
Die Beiträge die Dienstag online gehen bereite ich Montag Abend vor, also ein paar Stunden vorher. Ich stehe täglich um 5:30 Uhr auf um Frühstück zu machen (ok, der Wecker klingelt um 5.30 um bei der Wahrheit zu bleiben.....) da verlinke ich dann nur noch bei den entsprechenden Linkpartys. Ansonsten plane ich keine Beiträge, sondern schreibe spontan. 

8. Hast du ein Vorbild in der Bloggerwelt? Wer und warum?

Ich mag am liebsten Blogs die ihre Kreativität zeigen und Kommunikation pflegen. Die werden dann zu Lieblingsblogs und ich folge ihnen gerne. 
Wobei ich auch sehr gerne neue Blogs lese und dort Kommentare hinterlasse. Ich finde es schön zu sehen wie sich ein Blog oder auch die Beiträge entwickeln. Übrigens hoffe ich das sich mein Blog auch noch entwickelt... Es ist irgendwie ja auch ein Lernprozess.
Sehr gerne lese ich Blogs die nicht diese superduper highend Fotos haben (überfordern mich manchmal), sondern einfach von Herzen kommen. Und die viel über ihre Nähtechnik oder ihr Vorgehen erzählen.

9. Wie und wo feierst du Weihnachten?

Wir werden in wenigen Tagen eine sehr schwere Herz-Op bei unserer Tochter haben, deshalb werden wir bis ins neue Jahr im Krankenhaus sein. Alles andere wird in dieser Zeit Nebensache sein, wir hoffen einfach das die Herzmaus es gut übersteht.

10. Welcher der Orte, die du bisher bereist hast, war am weitesten von zu Hause weg?

Cuba, unsere Hochzeitsreise ging dort hin. Es war wunderschön und ein einzigartiges Erlebnis, da wir nicht mehr so weit reisen können wegen der Herzmaus. Daher geniessen wir das Urlaub machen in unserem Land und bin immer wieder begeistert wie schön es hier auch in unserer Gegend ist. Man muß nur mit der richtigen Einstellung ran gehen, dann fehlt auch nicht der weiße Sandstrand.

11.  Wofür lässt du die Nähmaschine stehen?

Für meine Familie
Für Sonnenschein im Gesicht, einem Waldspaziergang und Familienkuscheln im Ehebett. 
Leider auch für Krankenhausbesuche. 
Und für alles andere was das Leben lebenswert macht und Vorrang hat.

Vielen Dank, liebe Alexandra für deine Fragen. Es hat mit Freude gemacht sie zu beantworten. 
Ich wünsche dir und allen anderen Lesern ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße Maria

Dienstag, 17. November 2015

Die Hose mit den Blubbb

Nach und nach möchte ich die Reste die sich so im Stoffschrank tummeln verarbeiten, bevor daraus auch nichts mehr für unser Baby machbar ist. Ich hatte also ein Stück von diesem blauen Sweatshirtstoff, dessen Farbe ich ganz toll finde. Und zusammen mit dem Vorhaben Wintertaugliche Kleidung zu nähen, wurde eine Strampelhose daraus. 


Die Idee mit dem Fisch habe ich von Yva R. gemopst. Als ich ihren tollen Strampler damals gesehen habe, war ich ganz hin und weg. Und irgendwie ließ mich die Idee nicht mehr los. Beim zuschneiden der Strampelhose musste ich sofort an diese Applikation zurückdenken und wollte es auch ausprobieren.




Als kleinen Zusatz bekam die Hose noch Knieflicken, die ich mit dem Wabenstich festgenäht habe. 



Da ich keine andersfarbigen Bündchen unten haben wollte, habe ich die Beinenden eingereiht und Bündchen aus dem Sweat angenäht. da dieser aber nicht sehr dehnbar ist, musste ich sie natürlich etwas breiter zuschneiden.



Ein fischiges Shirt gab es auch noch dazu, den Stoff finde ich so schlicht schön.





Ein, zwei Kleidungsstücke muß ich noch nähen, dann ist unser Baby kleidungstechnisch bestens auf den Winter vorbereitet. Angeblich soll er am Wochenende Schnee bringen. Ich bin gespannt....

Liebe Grüße
Maria

Stoffe: alle von stoff und stil
Schnitte: Strampelhose und Babyshirt von Klimperklein



Dienstag, 10. November 2015

Das halbe Meter Problem

Kennt ihr das? Wenn die Kinder Babys sind, kommt man mit einem halben Meter sehr weit. Aber ruck-zuck ist mit einem halben Meter dann nichts mehr anzufangen. Unser Räubersohn ist bereits bei Größe 116/122 angekommen. Und wenn ich Oberteile aus nur einen Stoff nähen will reicht das natürlich nicht aus. Deshalb habe ich mir schon vor einiger Zeit einen Schnitt zugelegt bei dem man halbe Meter gut verarbeiten kann, nämlich Letz-Fetz von rosile. ( Und nein, der ist nicht zu kurz genäht, unser Sohn schiebt nur Ärmel immer nach hinten wenn er am "arbeiten" ist :-)


Auch die Bündchen waren Restbestände, deshalb gab es zwei verschiedene Farben. 


Wegen der Stoffmenge habe ich die Variante mit Kragen gewählt, satt Kapuze. Den Kragen mag ich sehr, er liegt ganz locker an und trotzdem ist der Hals warm verpackt, ich werde den nächsten Pullover wieder so nähen. Dann spart man sich das Schal-ums-Kind-wickeln!



Der blaue Stoff ist Sweat, also ist das wirklich eher Pullover als Shirt. Aber da ich oben Jersey verwendet habe, nicht ganz so warm - ideal für unseren Räubersohn.



Die Bilder sind übrigens am Wochenende entstanden, da schien noch die Sonne, seit gestern regnet es bei uns wieder. Das Wetter in der Ferienwoche war wirklich traumhaft und auch mit kaputten Finger hat unser Sohn zusammen mit seinen Schwestern fleißig Herbstblätter geworfen, gesammelt und gehäuft. 

Ein paar halbe Meter Stoffe habe ich noch im Schrank, mal schauen was ich daraus machen werde. Vielleicht doch mal Unterwäsche, aber irgendwie kann ich mich nicht dazu aufraffen.

Liebe Grüße 
Maria

Schnitt: Letz fetz von rosile 
Stoffe lagen lange im Schrank, daher weiß ich nicht mehr was das für welche sind und woher ich sie bezogen habe.

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kiddikram

Donnerstag, 5. November 2015

Auf dem Weg ...

... zu einem gut sitzenden Shirt, bin ich mit diesem Exemplar schon mal einen Schritt weiter gekommen.


Denn immer besser lerne ich die Probotionen und Verhältnisse meines Körpers kennen. Mein großes Problem, auch bei Kaufoberteilen, ist das ich an Bauch / Hüfte 2-3 Größen weiter bräuchte wie an Oberweite und Ärmeln. Also steh ich vor der Wahl, entweder schlabbert es oben, oder es sitzt am Bauch sehr, sehr eng.
Hier bin ich vom Prinzip ganz zufrieden, habe aber ein paar Änderungen vorgenommen. Die Ärmel wurden begradigt, die Passen um 3cm verlängert, damit das Bauchteil nicht auf sondern unter der Brust beginnt. 
Dann habe ich ab Taillenende langsam zwei Nummern weiter zugeschnitten, liegt das Oberteil vor mir, sieht es sehr A-förmig aus. Aber es sitz, nur die kleinen Falten unter den Armen sind noch verbesserungswürdig, aber ich weiß noch nicht wie ich das schaffen kann.


Da ich erstmal nicht den teuersten Stoff verwenden wollte habe ich einen Doubleface-Viskosejersey verwendet. Über die Qualität desselbigen bin ich positiv überrascht, er ließ sich gut verarbeiten und auch das Tragegefühl ist gut. Woher ich ihn aber bezogen habe weiß ich nicht mehr.

Beim Nähen hatte ich dann den Einfall die farbige Seite am Ausschnitt als Akzent zu setzen, daher habe ich einen gefalteten Stoffstreifen leicht gedehnt angenäht - mit der geöffneten Seite nach außen. 



Ich würde für mich sehr gerne ein ganz schlichtes Langarmshirt nähen, gerne auch Raglan. Aber der Schnitt dazu müsste oben eher eng und unten in A-Form sein und so richtig fündig bin ich da noch nicht geworden... Falls jemand gerade eine Idee hat - sehr gerne!

Unser Räubersohn hat mich übrigens mit folgenden Worten beruhigt:
Mama, das ist doch wie wenn man einen Luftballon fünf mal aufblässt und wieder die Luft raus lässt. Der wird dann auch nicht mehr ganz klein und schlabbert so komisch rum.
Herrlich, diese Kinderlogik!

Bis bald
Maria

Schnitt: Shirt-oder-Kleid von allerlieblichst

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Dienstag, 3. November 2015

schlafendes Wintermädchen

Nachdem mir diese Tunika nicht ganz so gelungen ist, wollte ich den Schnitt noch einmal nähen. Denn ich finde ihn supersüß. Und ich denke er wird auch noch öfters genäht werden. 
Für das Rockteil habe ich einen absoluten Lieblingsstoff verwendet, die Wintermädchen von kluntjebunt.  


Diesmal habe ich nicht eingefasst, sondern das gefaltete Bündchen angenäht. Gefällt mir so viel besser, sieht ordentlicher aus und an den Schultern liegt das Bündchen super an.

Die Tunika wird bereits viel und gerne getragen. Ich hatte aber immer das Problem das ich "untenrum" nichts passendes hatte. Und daher habe ich aus den Resten des Jeansjersey von unserem INKA Rock eine ganz einfache Hose genäht. Das war eine gute Entscheidung, die Hose ist ein Allroundtalent.






Dank der Hose hat nun auch dieses Wickeljäckchen seinen Auftritt, den auch dazu hatte ich nichts wirklich passendes im Schrank.



Dummerweise hatte ich beim zuschneiden die Saumzugabe vergessen. Deshalb ist ein Bündchen unten dran, den Bauchfrei bei Babys ist nicht so super.

Das war die letzte einlagige Hose für diesen Winter, ich bin bereits am Einteiler und gefütterte Hosen nähen. Es geht aber nur langsam vorran. Den seit Samstag geht es irgendwie drunter und drüber bei uns. Erst hat unser Räubersohn am Samstag einen Unfall beim Holz einschlichten. An der Hand hat er sich einen offenen Bruch zugezogen. Sein Finger wurde unter örtlicher Betäubung wieder gerichtet und das er das so tapfer durchhielt ersparte ihn eine Op und den Krankenhausaufenthalt. 
Am Sonntag fuhr ich meinen Mann mit Enge im Brustkorb in die Notaufnahme. Zum Glück war nichts mit dem Herzen.
Und seit gestern hat die Herzmaus Fieber und Erbrechen.
Wie schön das Ferien sind!!! 

Heute steht die U5 unseres Babys an und dann... ja, dann dreh ich meine Dienstagsrunde - ich freue mich darauf nach all dem Stress.

Liebe Grüße
Maria

Stoffe: Wintermädchen, Kluntjebunt von lillestoff
Streifen grau, senfgelb  von nosh   (auch dort gekauft)
Jeansjersey stoffundstil
simply Apple von Hamburger Liebe (ausverkauft soweit ich weiß)


Schnitte: Tunika Ottobre 4/2015
Hose Ottobre 4/2015
Wickeljäckchen von Kid 5

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